Ein Brand eines Holz- Balkonkastens griff auch auf die hölzerne Fassade eines Wohngebäudes über. Im 1. OG platzte aufgrund der Hitze auch eine Fensterscheibe. Bei Eintreffen des Einsatzleiters, SBM Michael Weich, waren bereits alle Personen aus dem Gebäude. Ein Notarzt und der Rettungsdienst kümmerten sich um die drei Personen.
Die Besitzerin hielt die Flammen mit einem Gartenschlauch von einem höher gelegenen Punkt des Grundstücks in Schach bis die Feuerwehr eintraf und verhinderte somit das Übergreifen auf den Dachstuhl.
Zwei Trupps unter PA löschten den Brand der Fassade ab und kontrollierten auch die Innenräume. Ein Teil der Holzbretter musste mittels Steckleitern entfernt werden. Hier kam auch eine WBK zum Einsatz. Nach einer dreiviertel Stunde konnte das Gebäude an die Besitzer übergeben werden. Die PI Kulmbach ermittelte vor Ort.
Zum wiederholten Male musste für eine Intensiv- Verlegung der Notlandeplatz am Schwimmbadparkplatz ausgeleuchtet werden. Gegen 02.45 Uhr rückten die Kräfte wieder ein.
Feuerwehr Kulmbach - FWZ +++ Feuerwehr Höferänger +++ Feuerwehr Katschenreuth +++ Feuerwehr Lehenthal - Wache 1 +++ Feuerwehr Melkendorf +++ Feuerwehr Windischenhaig +++ Feuerwehrnotfallseelsorge +++ THW Kulmbach +++ UG-ÖEL +++ Rettungsdienst +++ Feuerwehren aus dem Landkreis +++ Feuerwehren aus den Nachbarlandkreisen
Einsatzbericht :
Gegen 03.36 Uhr wurden die Feuerwehren Kulmbach und Melkendorf zu einer Rauchentwicklung aus Gebäude ( B 3 ) ins Goldene Feld alarmiert. Sofort nach dem Eintreffen und einer kurzen Erkundung ließ Einsatzleiter SBM Michael Weich auf B 4 erhöhen weil überall aus dem gesamten Gebäude Rauch quoll und es sich um ein sehr großes und verschachteltes Gebäude handelte.
Sofort nach Eintreffen des Löschzuges der FF Kulmbach und der FF Melkendorf wurde ein Innenangriff mit drei Trupps unter PA gestartet und die erste Drehleiter in Stellung gebracht. Gleich beim Öffnen der ersten Türen war eine enorme Hitzeentwicklung zu spüren und deutlich Flammen zu erkennen. Die zweite Drehleiter der FF Kulmbach und die Feuerwehr Mainleus starteten einen Löschangriff von der Westseite her, auch hier war ein tieferes Eindringen aufgrund der Hitze und herabstürzender Teile nur bedingt möglich. Bald war klar dass viel Löschwasser benötigt wird und weitere Atemschutz- Geräteträger. Deshalb wurde um weitere zwei Löschzüge erhöht ( B 7 ), sowie die Stadtteilwehren Katschenreuth, Windischenhaig, Lehenthal und Höferänger sowie eine zusätzliche Drehleiter aus Burgkunstadt nachgefordert.
Die Stadtwerke und das Bayernwerk kümmerten sich um Abschaltung von Gas und Strom. Neben der Wasserentnahme vom Hydrantennetz und den wasserführenden Fahrzeugen wurde auch eine Wasserförderung zum weißen Main aufgebaut, diesen Abschnitt übernahm KBI Siegfried Zillig. Auch die weitere Einsatzstelle wurde in fünf Abschnitte unterteilt. Abschnitt Brandbekämpfung Nord/Ost Zugführer Markus Babo, Abschnitt West KBM Michael Ködel, Abschnitt Süd KBI Horst Tempel, Abschnitt Atemschutz KBM Thomas Hoffmann, Pressearbeit KBM Yves Wächter und KBM Jürgen Hochgesang, Leiter UgÖEL Marcel Hocquel.
Dem Einsatzleiter standen weiterhin KBR Stefan Härtlein und KBI Thomas Limmer beratend zur Seite. Auch Landrat Klaus Peter Söllner und Oberbürgermeister Henry Schramm machten sich vor Ort ein Bild über das Schadensausmaß. Der Rettungsdienst unter der Leitung von Maximilian Türk und Armin Schicker standen bereit und mussten zweimal eingreifen um Leichtverletzte zu versorgen. In vorbildlicher Weise unterstützte das THW Kulmbach die Arbeit der Feuerwehren. So wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet, Material und Helfer zur Verfügung gestellt und nach dem Einsatz das Gebäude gesichert. Insgesamt waren 245 Einsatzkräfte an der EST tätig. Es kamen 84 PA Träger zum Einsatz, davon 36 PA aus Kulmbach. Nach den gesetzlichen vier Stunden wurden die Einsatzkräfte vom BRK verpflegt. Hierzu stellte dankenswerter Weise das THW Kulmbach Räume zur Verfügung. Es wurden in Absprache mit der PI Kulmbach nur Straßen gesperrt die unmittelbar um den Brandort lagen. Jede Firma hatte zu jeder Zeit Zugang zu ihren Gebäuden, lediglich einige Mitarbeiter mussten etwas abseits vom Einsatzort parken.
Die Löscharbeiten wurden auch von einem Privatunternehmen mit einem Bagger unterstützt um Öffnungen in die Dachhaut zu bringen. Alles geschah immer in enger Absprache mit der Polizei und den Behörden. Gegen 10 Uhr war der Brand weitgehend unter Kontrolle. Allerdings beschäftigten einige Brandnester die Aktiven noch bis in die Abendstunden.
Bereits nach der heißen Phase, gegen 09.30 Uhr wurden die ersten Wehren herausgelöst. Zu Nachlöscharbeiten blieb die Feuerwehr Kulmbach mit zwei Fahrzeugen und ca. 18 Dienstleistenden noch bis 16.30 Uhr an der EST. Danach konnten die einzelnen Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht werden. Gegen 20.00 Uhr verließen die letzten Kameradinnen und Kameraden das Feuerwehrzentrum.
In der Nacht und auch am Folgetag mussten keinerlei Nachlöscharbeiten mehr gemacht werden, die Einsatzstelle blieb kalt.